Giovan Battista Grazioli

Ein berühmter Bürger von Gargnano war Giovan Battista Ignazio Grazioli (1746 - 1820), geboren am 6. Juli 1746 in Villavetro di Gargnano. Bis zu seinem Umzug nach Venedig, wo er Musik auf professionellem Niveau studieren wollte, gibt es über sein Leben so gut wie keine Berichte. In Venedig wird Grazioli tüchtiger Schüler von Ferdinando Bertoni, dem Organisten der Musikkappelle San Marco (Hl. Markus). Am 2. März 1781 erhält Bertoni einen Urlaub von zwei Jahren und wird von Grazioli vertreten. Am 28. Mai 1782, nach dem Tod des zweiten Organisten Domenico Bettoni, erfolgt die Bestellung Graziolis, der das Amt übernimmt. Grazioli übt diese Beschäftigung bis 1785 aus, bis er durch den Tod von Baldassarre Galoppi zum ersten Organisten wird.

Um das Jahr 1780 liegt der Druck der 12 Sonate per cembalo (Sonaten für Cembalo) und der 6 Sonate da cembalo con violino obbligato (Sonaten für Cembalo mit obligater Violine). Neben den Sonaten für Cembalo hinterließ Grazioli ungefähr 400 handschriftliche Kompositionen, die fast alle in Venedig aufbewahrt werden. Es kann mit Sicherheit behauptet werden, dass er die Werke zur Verwendung bei Gottesdiensten in der Kapelle schrieb. Es erscheint in der Tat schwierig, an eine andere Zweckbestimmung 21 s einer Musik zu denken. Natürlich kann er einen Teil seiner Kompositionen im Auftrag geschrieben haben.

Grazioli stirbt am 6. Februar 1820 in Venedig an Schwindsucht. In dem Ortsteil Villavetro kann man bis heute das Haus des berühmten Musikers und Komponisten sehen: Via G.B. Grazioli. Es ist auch dank dem Schild leicht zu entdecken, das an seine Geburt erinnert. Übersetzung von Texten von Margherita Tomasi und Alberto Iesuè.
 

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